Rivian R2 erste Fahrt: Das Massenmarkt-EV mit Zielrichtung Model Y
Der 45.000 $ teure R2 SUV von Rivian beeindruckt bei einer ersten Testfahrt durch Sportwagen-Handling und eine Effizienz auf Model Y Niveau – hinkt der Konkurrenz jedoch beim Schnellladen und bei der autonomen Fahrt hinterher.
Der lang erwartete R2 von Rivian – das erste echte Massenmarkt-Fahrzeug der Marke – ist endlich auf der Straße, und erste Eindrücke deuten darauf hin, dass er zum Bestseller des Unternehmens werden könnte. Der Elektro-SUV für fünf Personen startet bei 44.900 $ und skaliert das Design des größeren R1S herunter, um direkt gegen das Tesla Model Y anzutreten; die Ausstattung reicht bis zu einer Performance-Version für 57.990 $.
Auf der Straße beschreiben Tester den R2 als echten Fortschritt in der Fahrdynamik: Die Performance-Variante sprintet in etwa 3,6 Sekunden von 0 auf 60 mph, bietet eine EPA-geschätzte Reichweite von 330 Meilen und fährt sich eher wie ein Sportwagen als wie die schwereren R1-Modelle von Rivian. Trotz der kantigen Form und größeren Reifen entspricht die Effizienz Berichten zufolge der des Model Y, und durchdachte Details – wie eine herunterklappbare Heckscheibe und haptische Lenkradbedienungen – runden das raffinierte Interieur ab.
Die Einschränkungen sind jedoch deutlich. Der R2 startet ohne Hardware für Level 3 Autonomie (eine mit Lidar ausgestattete Version wird Ende des Jahres erwartet), das Laden von 10 auf 80 % dauert etwa 30 Minuten – langsamer als bei 800-Volt-Konkurrenten, die dies in unter 20 Minuten schaffen – und die lange versprochene Vehicle-to-Grid-Funktion ist noch nicht verfügbar. Die größere Frage ist die Umsetzung: Rivian muss nun den Sprung vom Nischenhersteller zum Massenproduzenten wagen – derselbe Schritt, der Tesla fast zum Scheitern brachte. Wenn dies gelingt, könnte der R2 die Verkaufszahlen der teureren R1-Reihe kannibalisieren.